Dorf krönt seinen neuen König
Josef Tischlak übernimmt als bester Schütze bei ZSG 1893 Rosenberg die Regentschaft
Sulzbach-Rosenberg. (lö) „Wenn d'Stood schou ihran Stadtkönig haout, naou braucht as Dorf aa sein Dorfkönig" - seit vier Jahren zählt nach diesem Motto das „Dorfkönigschießen" zum festen Veranstaltungskalender der Zimmerstutzen- Schützengesellschaft 1893 Rosenberg. Heuer holte sich im Wettstreit der Freizeit-Schützen Josef Tischlak mit einem 49,1-Teiler diesen Titel, dicht gefolgt von „Dorfliesl" Gudrun Partsch (49,7-Teiler). Den dritten Rang holte sich Bernhard Partsch (Schall'ke) mit einem 83,8 Teiler.
Die Beteiligung hätte bei insgesamt 39 gemeldeten Schützen zwar etwas besser sein können, meinte 1. Schützenmeister Reinhold Brandl zu Beginn der Siegerehrung im Schützenheim am Eichelberg, aber dennoch seien alle Starter wieder mit großem Ehrgeiz und teilweise erstaunlichem „Zielwasser" angetreten. Brandl dankte allen Vorstandsmitgliedern
und Helfern, die zum Gelingen des Rosenberger Dorfschießens beigetragen haben, ebenso den Spendern der Sachpreise für die „Dorfmeister"-Wertung.
„Das Dorfschießen hat schon sein besonderes Flair", betonte der 1. Bürgermeister
Gerd Geismann in einem kurzen Grußwort, in dem er die „unglaublich vielen Aktivitäten" der Ro-senberger Schützen hervorhob und nicht nur auf den sportlichen, sondern auch auf den erzieherischen Aspekt des Schießsports einging, der zu einem verantwortungsbewussten Umgang mit dem Sportgerät Waffe anleite.
Lob für Schützenverein
Die Arbeit dieses „gut geführten Vereins mit seinem schönen Heim und seiner ausgezeichneten Vereinsgastronomie" unterstütze er daher auch gerne mit einer Spende.
Schießleiter Leo Kurz übernahm die Siegerehrung. Mit ansehnlichen Pokalen wurden die besten Drei des Dorfkönigschießens belohnt. Aus der Hand seines Vorgängers Hans König nahm der neue Dorfkönig Josef Tischlak seinen Titel entgegen. Er war mit 96,6 Ringen auch in der Dorfmeister-Wertung nicht zu schlagen, gefolgt von Sonja Tischlak (94,3) und Bernhard Partsch (93,8) ein. Für die drei Ersten gab es Medaillen und Preise. Insgesamt waren für den Dorfmeister 25 Sachpreise ausgelobt worden.
Nur ausgewiesene Freizeit-Schüt-zen (nicht organisiert in einem Schützenverein) und Rosenberger Vereine dürfen am „Dorfschießen" teilnehmen. Als meistbeteiligte Gruppen trugen sich heuer die Feuerwehr Rosenberg und die Tischgesellschaft „Edelweiß" ein.