Jugend der Zimmerstutzen-Schützengesellschaft 1893-Rosenberg beim Zeltlager im Bayerischen Wald

Sulzbach-Rosenberg.(kzl)  Mit einem Zeltlager beendete die Schützenjugend von 1893-Rosenberg ihr Sommerprogramm. Um die Heimat besser kenne zu lernen, baute die Gruppe unter der Leitung von Martin Partsch und Leonhard Kurz im Natur Camp Schnitzmühle im Herzen des Bayerischen Waldes bei Viechtach neben dem Fluß Regen zehn Zelte und ein Pavillion rund um eine Feuerstelle auf. Jeden Abend wurden am Lagerfeuer Lieder gesungen und Gruselgeschichten vorgelesen. Die ``härtesten`` Teilnehmer verbrachten neben dem Feuer die Nacht.


In den Waldwipfelweg

Ein lehrreicher Tag war der Besuch des Waldwipfelweges im Nationalpark Bayerischer Wald, der mit einer Länge von 1,3 Kilometer in gleicher Höhe mit den Wipfeln der bis 35 Meter hohen Bäumen gespannt ist. Hier konnte man den Unterschied zwischen Tannen und Fichten erkennen und aus luftiger Höhe die Bäume betrachten, die in unserer Heimat wachsen.

Am Ende des Steges erstiegen die Jugendlichen den 44 Meter hohen hölzernen Baumturm, der einem Osterei gleicht und einmalige Baukunst darstellt. Auf der Aussichtsplattform konnte man über den Lusen und Rachel den Bayerischen und Böhmerwald in seiner gesamten Pracht sehen.

Anschließend ging es zum Wildgehege. Da das Wetter plötzlich umgeschlagen hatte, waren die Tiere wie Luchse, Wölfe, Füchse und Braunbären in ihren Verstecken. Nur Bison und die Greifvögel aller Art waren zu sehen.

Eine Nacht im Zeltlager wird unvergesslich sein: Der Regen prasselte so stark auf die Zelte, so dass an keinen Schlaf zu denken war.  Aber alle Zelte hielten dicht und am nächsten Tag lachte wieder die Sonne. So konnte aufgebrochen werden, um den Großen Arber zu besteigen. Auf dem 1456 Meter hohen Gipfel wehte ein kräftiger Wind, der nach einem kurzen Rundblick zum Abstieg bewog.

Da noch Zeit war, wurde über Bayerisch Eisenstein die Tschechei besucht. So konnte man den Arber einmal von der Ostseite aus der Ferne sehen. Dass einmal durch den Bahnhof der ``Eiserne Vorhang`` verlief und keine Einreise in den Nachbarstaat möglich war, konnten sich die jungen Teilnehmer nicht vorstellen.

Heim nach fünf Tagen

Zu schnell vergingen für alle Teilnehmer die freien Tage mit Spielen und Baden im nahe gelegenen Teich. Nach fünf Tagen wurden die Zelte abgebaut und es ging wieder nach Hause. Im Schützenheim wurden sie von ihren Eltern empfangen.

Einstimmig beschloss die Gruppe, im nächsten Jahr wieder ein so freies und interessantes Zeltlager durchzuführen und dieses noch um ein paar Tage zu verlängern.